Für warme Räume zählt auch der richtige Gastarif.
Wer mit Gas heizt, hat einen anderen Energiebedarf als ein Haushalt, der Gas nur zum Kochen verwendet. Deshalb beginnen gute Vergleiche mit der Nutzung und dem tatsächlichen Jahresverbrauch. Zusammen mit der Postleitzahl lassen sich Angebote auswählen, die für deine Adresse verfügbar sind. Du erhältst einen Überblick, der zu deinem Haushalt passt.
Gastarife setzen sich unter anderem aus einem festen Grundpreis und dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis zusammen. Hinzu kommen die jeweiligen weiteren Bestandteile der Gasrechnung. Beim Vergleichen hilft der Blick auf die ausgewiesenen Jahreskosten. Ein einzelner Kilowattstundenpreis zeigt nur einen Teil der Rechnung.
| Vergleichspunkt | Darauf kommt es an |
|---|---|
| Jahresverbrauch in kWh | Die Verbrauchsmenge aus der Jahresabrechnung ist die Grundlage. Sie berücksichtigt die warme und die kalte Jahreszeit zusammen. |
| Arbeitspreis | Der Betrag je Kilowattstunde wirkt sich bei einer Gasheizung stark auf die laufenden Energiekosten aus. |
| Grundpreis | Die feste Gebühr fällt unabhängig davon an, wie viel Gas du in einem einzelnen Monat verbrauchst. |
| Preisgarantie und Bindung | Die Garantie betrifft bestimmte Preisbestandteile. Die Bindung beschreibt, wie lange du vertraglich gebunden bist. Beide Zeiträume getrennt lesen. |
| Bonus und Folgekosten | Ein Wechselbonus senkt die Kosten des beschriebenen Angebotszeitraums. Für längere Planung lohnt sich der Blick auf die Rechnung ohne einmaligen Bonus. |
Bei einer Gasheizung das ganze Jahr vergleichen
Der Gasverbrauch verteilt sich nicht gleichmäßig über die Monate. Im Winter läuft die Heizung häufiger; im Sommer wird häufig nur Warmwasser bereitet oder gekocht. Ein einzelner Wintermonat ist deshalb keine gute Grundlage, um durch Multiplikation den Jahresbedarf zu schätzen. Verwende möglichst den Wert aus einer vollständigen Jahresabrechnung.
Wohnfläche, Dämmung, Warmwasserbereitung und dein Heizverhalten beeinflussen den Bedarf. Wenn du in eine andere Wohnung ziehst, ist dein alter Verbrauch eine erste Orientierung, aber nicht automatisch der passende Wert für die neue Adresse. Angaben zum bisherigen Verbrauch der neuen Wohnung können bei der Einschätzung helfen. Entscheidend ist, welche Nutzung im Vergleich tatsächlich berücksichtigt wird.
Kubikmeter am Zähler, Kilowattstunden auf der Rechnung
Ein Gaszähler zeigt üblicherweise das verbrauchte Volumen in Kubikmetern an. Der Tarifvergleich rechnet dagegen mit der Energiemenge in Kilowattstunden. Auf deiner Gasabrechnung findest du den dazugehörigen umgerechneten Verbrauch. Diesen Wert kannst du in den Vergleich übernehmen, ohne selbst einen pauschalen Faktor annehmen zu müssen.
Die Umrechnung berücksichtigt die Eigenschaften des gelieferten Gases und die Abrechnungsbedingungen. Deshalb ist der auf deiner Rechnung genannte Wert aussagekräftiger als eine allgemeine Faustformel. Achte zusätzlich auf den abgerechneten Zeitraum. So gibst du weder den bloßen Zählerstand noch einen Teiljahresverbrauch als Jahresmenge ein.
So passt der Wechsel zu deinem bestehenden Vertrag
Ein Anbieterwechsel betrifft deinen Gasliefervertrag. Das Gasnetz und der bestehende Anschluss bleiben dabei erhalten. Wenn du deinen Vertrag selbst abgeschlossen hast, kannst du die verfügbaren Lieferanten für deine Adresse vergleichen. Für den Wechseltermin werden die Laufzeit und die Kündigungsmöglichkeiten deines bisherigen Vertrags berücksichtigt.
Halte die aktuelle Rechnung bereit, wenn du nach der Tarifauswahl die Lieferdaten ausfüllst. Sie enthält die Angaben zum Anschluss und zum bisherigen Anbieter. Prüfe die Schreibweise von Name und Adresse sorgfältig und bewahre die Wechselbestätigung auf. Bei einem Umzug wählst du stattdessen die Anmeldung für die neue Lieferstelle. So ist klar, welcher Anschluss ab welchem Zeitpunkt beliefert werden soll.

